René Wagner bleibt FC Trainer – eine riskante Wette mit hohem Einsatz

Rene Wagner bleibt FC Trainer! Eine gute Entscheidung?
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Foto: instagram.com/makki.sport2

Nach der Enttäuschung über die gestrige Nicht-Berücksichtigung von Said El Mala für die WM folgt heute der nächste Knall. René Wagner bleibt Trainer am Geißbockheim. Thomas Kessler hält bekanntlich viel von Wagner und hat die Gremien demnach überzeugt gemeinsam mit ihm den nächsten Schritt zu gehen. Die Entscheidung war zwar abzusehen, birgt aber gewisse Risiken.

Denn in Fankreisen wird Wagner mitunter sehr kritisch gesehen. Der Punkteschnitt von 0,86 nach 7 Spielen gibt kein gutes Bild ab. Eine großartig positive Entwicklung im Saisonendspurt war auch nicht wirklich zu erkennen. Kurzum: Wagner hat zwar das Saisonziel erreicht, dabei aber kaum überzeugt.

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Userfeedback zur Verlängerung von Wagner. Quelle: https://www.instagram.com/p/DYo3SaXAUzr/

Auch die letzten Ergebnisse waren nicht gerade ein Bewerbungsschreiben und werfen Zweifel auf, ob die Entscheidung von Kessler richtig war. So gut der letzte Transfersommer auch war, den Kessler zu verantworten hatte, ist Köln kein Ort für zeitspielige Experimente.

Die Idee, einen Trainer über längere Zeit aufzubauen, ist schön, wenn sie funktioniert. In der Realität sieht es oft anders aus, wenn ein Trainer bereits mit Gegenwind in die Saison startet. Anhand der Dauer der Entscheidungsfindung zeigt sich auch, dass Kessler offenbar intensive Überzeugungsarbeit leisten musste. Angesichts des ernüchternden Gesamteindrucks aus der Vorsaison, geht Wagner schon angezählt in die kommende Saison. Er muss abliefern, sonst könnte es schnell unruhig werden.

Um dies zu verhindern, muss aber ein anderer Mann ebenfalls liefern: Tim Steidten. Dem Kaderplaner steht ein arbeitsreicher Sommer bevor. Einige Spielerabgänge wurden schon bestätigt, andere stehen noch bevor. Geld dürfte im Fall eines El Mala-Abgangs zwar vorhanden sein, allerdings gibt es auch einige Löcher im Kader zu stopfen. Steidten steht also nun vor der Aufgabe, den Kaderumbruch zu vollziehen, ohne dabei an Qualität einzubüßen. Seine Arbeit bildet das Fundament für die von Wagner. Ihre Schicksale sind also unweigerlich verknüpft.

Eins ist klar: Sollten die erhoffte Entwicklung und der Erfolg unter Wagner ausbleiben, würde wohl auch Sportboss Kessler seinen Hut nehmen müssen. Kessler geht eine riskante Wette ein, auf einen derart unerfahrenen Trainer zu setzen. Ein neuer Impuls in Form eines erfahrenen Trainers wäre die deutlich risikoärmere Variante gewesen. Geht Kesslers Wette auf, haben wir eine der schönsten Trainer-Erfolgsstorys der jüngeren Bundesligageschichte, tut sie es jedoch nicht, so würde sich das Trainerkarussell in Köln erneut drehen. Mit dem Zusatz, dass dann noch ein neuer Sportdirektor her müsste.

Es wird maßgeblich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit der Herren Kessler, Wagner und Steidten ankommen, denn sie sitzen im selben Boot. Es bleibt abzuwarten, ob sie es sicher in den nächsten Hafen steuern oder beim Versuch gemeinsam kentern werden. Uns steht jedenfalls ein ereignisreicher Sommer am Geißbockheim bevor.



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