Es wäre ein echter Transfer-Hammer, wenn der FC die Verpflichtung von Mikey Moore (18) realisiert bekäme. Worauf sich FC-Fans freuen können und welche Auswirkungen die Verpflichtung auf den El Mala-Poker haben könnte, erfahrt ihr hier bei Inside Müngersdorf.
Übereinstimmende Medienberichte
Kürzlich berichtete Transfer-Guru Fabrizio Romano davon, dass der FC ein offizielles Leihangebot für das englische Offensivtalent Mikey Moore abgegeben hat. Sky bestätigte die Meldung wenig später. Laut Romano sind die Verhandlungen bereits weit fortgeschritten, sodass eine offizielle Einigung bereits in den nächsten Tagen erzielt werden könnte.
Demnach hat sich der FC gegen mehrere – teils prominente – Klubs durchgesetzt und gilt nun als Favorit auf die Verpflichtung des Youngsters. Der Spieler steht einem Wechsel in die Bundesliga offen gegenüber, um in Deutschland den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen. Eine Kaufoption wird es dem Vernehmen nach nicht geben.
Der gebürtige Londoner wird nächste Woche 19 Jahre alt, besitzt einen Marktwert von 18 Mio. Euro und steht bei den Tottenham Hotspurs noch bis 2030 unter Vertrag. Letzte Saison war er nach Glasgow verliehen und spielte dort für die Rangers in der schottischen Premiership und Europa League. Wettbewerbsübergreifend gelangen ihm dort 7 Tore und 4 Vorlagen in 47 Einsätzen, woraufhin er zum “PFA Scotland Young Player of the Year” gewählt wurde.
Ein Jahr vorher sammelte er immer wieder Kurzeinsätze für die Profis der Nord-Londoner, wurde jüngster Spurs-Spieler der Premier-League-Geschichte und stand beim Europa-League-Erfolg der Spurs über Manchester United (1:0) sogar mit im Kader.
Ein echtes Eigengewächs
Schon im Alter von 7 Jahren spielte Moore in der Akademie der Spurs und durchlief fortan alle Jugendmannschaften. Kurios: Mit 15 debütierte er bereits in der U21, weshalb sein Werdegang stark an den eines gewissen Harry Kane erinnert. Große Fußstapfen also, die einmal mehr seinen Status in der englischen Außenwahrnehmung unterstreichen. Zudem durchlief er die U-Nationalmannschaften Englands von der U15 bis zur U19. Für die U19 konnte er seit seinem Debüt im September 2024 in 14 Einsätzen 7 Tore und 4 Assists beisteuern.
Offensiv vielseitig einsetzbar
Moore kann flexibel links wie rechts auf dem Flügel oder auf der 10 spielen. Links fühlt er sich aber am wohlsten, weil sein inverser Spielstil und sein starker rechter Fuß dort am besten zur Geltung kommen. Dazu zeichnen ihn eine besondere Ballbehandlung, ein bemerkenswerter “first touch” und seine kreative Lösungsfindung im Eins-gegen-Eins aus. Limitierungen bestehen am ehesten im körperlichen Bereich – in seinem Alter jedoch nicht verwunderlich. Über sein Spiel sagt Moore: “For me personally, I always want to create that excitement in the crowd […]”. FC-Fans können sich also auf spektakuläre Aktionen des Wunderkindes freuen.
Trotz frühem Hype keine Star-Allüren
In der Fußballgeschichte finden sich viele Beispiele für früh hochgelobte Talente, denen ihr Hype regelrecht zu Kopf stieg und die ihrem Potenzial nie gerecht wurden. Glaubt man vereinsnahen Quellen in London, so ist Moore das genaue Gegenteil: demütig und bodenständig. “No matter what I do in football, I want to stay humble […]”, wird Moore zitiert.
England Pipeline durch Tim Steidten
Nach den festen Verpflichtungen von Jahmai Simpson-Pusey (20) und Reigan Heskey (18) wäre Moore gleich das dritte Talent, dass innerhalb dieses Sommers seinen Weg von der Insel zum FC findet. Für eine schnelle Eingewöhnung der beiden letztgenannten wäre es zweifelsfrei förderlich. Architekt dieser neuen Transferstrategie ist ohne Frage Tim Steidten. Der Kaderplaner kam, um den Scouting-Bereich beim FC neu aufzubauen und als helfende Hand für Sportboss Kessler.
Aus seiner Zeit bei West Ham United verfügt Steidten über ein großes Netzwerk mit direktem Draht zu den englischen Topklubs. Schon bei der Heskey-Verpflichtung war berichtet worden, dass zahlreiche Vereine den Flügelstürmer gerne selbst verpflichtet hätten. Dass man offenbar nun das nächste Mega-Talent von der Insel loseisen kann und dabei von der europäischen Konkurrenz neidisch beäugt wird, spricht klar für Steidtens Arbeit.
Moore als Nachfolger von El Mala?
Bleibt nur noch die Frage zu klären, ob die Moore-Verpflichtung direkte Auswirkungen auf den noch immer drohenden El Mala-Abgang hätte. Da es sich jedoch bei Moore um eine Leihe ohne Kaufoption handelt, ändert sich an der finanziellen Situation um El Mala nichts. Der FC ist finanziell weiterhin nicht auf den Verkauf seines Superstars angewiesen und behält alle Trümpfe in der eigenen Hand. Außerdem würde Moore in Wagners System wohl die Position des Zehners bekleiden und somit zum Herausforderer von Luca Waldschmidt werden. El Mala bliebe also auf seiner geliebten linken Außenbahn gesetzt.
Sollte Moore in der kommenden Saison wirklich das FC-Trikot tragen können sich die Fans auf das nächste hoch veranlagte Talent freuen. Auch charakterlich deutet alles darauf hin, dass Moore eine Bereicherung fürs Team werden dürfte. Jetzt liegt es an den Verantwortlichen den Transfer über die Bühne zu bringen und der Vervollständigung des Kaders einen weiteren Schritt näher zu kommen.




