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Das Warten hat ein Ende. Exakt 105 Tage nach dem letzten Bundesliga-Spiel empfängt der FC die TSG Hoffenheim zum Heimauftakt 2026/27 (Sa. 15:30 Uhr RheinEnergieSTADION und live bei sky). Inside Müngersdorf liefert euch alle relevanten Infos, um perfekt auf den Saisonstart vorbereitet zu sein.
Ein echter Gradmesser zum Start
Gerade zu Beginn der Saison weiß kaum ein Team mit Gewissheit, wo es wirklich steht. Umso entscheidender ist ein erfolgreicher Saisonstart für das eigene Selbstvertrauen, um direkt positives Momentum aufzubauen und mitzunehmen. Mit der TSG kommt aus sportlicher Sicht direkt ein echtes Schwergewicht (Platz 5 der Vorsaison), die sich beinahe für die Champions League qualifiziert hätten.
Zwar haben die Kraichgauer in Person von Bazoumana Touré (Newcastle) und Grischa Prömel (Stuttgart) zwei absolute Leistungsträger der Vorsaison ziehen lassen, konnten jedoch mit Adam Daghim (Wolfsburg/Salzburg), Nathan De Cat (Anderlecht) und Patrick Wimmer (Wolfsburg) einige spannende junge Spieler dazugewinnen. Letzterer konnte bereits im DFB‑Pokalspiel gegen Aue (0:4) seinen Wert mit zwei Toren und einer Vorlage untermauern. René Wagner lobte auf der Pressekonferenz am Donnerstag die “Tiefe, Intensität und Positionsrotation” des Gegners.
Zum Wiedersehen mit Ex-Kölner Tim Lemperle wird es aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre aus der Vorsaison nicht kommen. Auch Fisnik Asllani ist nach seinem geplatzten Leipzig-Wechsel aufgrund von Fitness-Rückstand noch keine Option. Andrej Kramaric hingegen peilt am Wochenende sein Comeback an. Der Angreifer war Anfang Juli an der Leiste operiert worden und verpasste deshalb weite Teile der Vorbereitung.
FC-Kader noch nicht komplett
Anders als die Hoffenheimer tat sich der FC in der 1. Pokalrunde lange schwer, konnte die Partie dank Doppelpacker Johannesson spät aber doch noch ziehen. Jedoch hat der Auftritt des FC verdeutlicht, dass sich im Kader noch etwas tun muss. Besonders rechts offensiv, auf der Zehnerposition und auf der Linksverteidiger-Position sehen Fans und Experten noch Bedarf.
Es fehlte gegen Würzburg an Kreativität im Spiel mit dem Ball gegen einen tiefstehenden Gegner. Darüber hinaus werfen die vielen Krämpfe in Halbzeit 2 Fragen hinsichtlich des Fitnesszustands einiger Akteure auf. Personell fehlen weiterhin Luca Waldschmidt (Oberschenkelbeschwerden), Sebastian Sebulonsen (Muskelfaserriss) und Timo Hübers (Knieverletzung).
Youssoupha Niang wechselt auf Leihbasis zum FC St. Pauli, um regelmäßig Spielpraxis zu sammeln. Laut dem Geissblog könnte der ein oder andere Innenverteidiger den Verein aufgrund der hohen Konkurrenzsituation auch noch verlassen. Thomas Kessler hatte “unangenehme Gespräche” und “harte Entscheidungen” angekündigt. Diese nehmen nun allmählich Form an. Zuletzt war die Rede von “anderthalb” offenen Stellen im Kader, die man noch schließen wolle.
Bald grünes Licht für Moore?
Über den Namen Mikey Moore wurde in den vergangenen Wochen ausgiebig berichtet. Bislang wartet man in Köln allerdings noch auf grünes Licht von Tottenham. In der Saisonvorbereitung testeten die Nord-Londoner ausgerechnet gegen die TSG aus Hoffenheim. Moore war dabei der überragende Akteur und steuerte zwei Treffer zum Endstand von 3:0 bei.
Den kommenden Gegner kennt das Top-Talent also bestens. Allerdings bleibt bislang noch offen, ob Moore wirklich an den Rhein wechselt. Zuletzt gab es trotz ansprechender Leistungen des 19-Jährigen auch immer wieder Kritik Seitens seines Trainers.
Neuzugänge drängen in die Startelf
Abgesehen davon, ob Moore sich dem FC noch anschließt, war es schon jetzt ein ereignisreicher Transfersommer. Mit Luka Lochoshvili und Gideon Mensah sind zwei Neuzugänge auf der linken Abwehrseite offenbar gesetzt, obwohl beide die Partie im Pokal wegen Krämpfen frühzeitig beenden mussten.
Den Vorwurf mangelnder Matchfitness ordnete Wagner am Donnerstag folgendermaßen ein: “Wenn man aus einer Vorbereitung rauskommt, hat man teilweise nochmal eine höhere Belastung in einer Woche vor dem Pokalspiel. […] Nichtsdestotrotz werden auch nochmal ein paar Umfänge gefahren, die vielleicht so in einer Woche vor einem Bundesligaspiel nicht gefahren werden.” Außerdem betonte er, dass “Matchfitness auch über Pflichtspiele kommt.”
Für Rückkehrer Ellyes Skhiri kommt ein Startelfeinsatz allerdings noch zu früh. Wagner hatte angemahnt ihn “nicht zu früh reinschmeißen” zu wollen. Zuletzt kristallisierte sich das Duo Krauß-Johannesson als Wagners A-Lösung auf der Doppelsechs heraus. Reigan Heskey scheint derweil noch einen schweren Stand zu haben. So musste der junge Engländer im Pokal, trotz verletzungsbedingter Wechsel, 90 Minuten auf der Bank Platz nehmen.
Schwache Heimbilanz gegen die TSG
In der Vergangenheit kam es 28 Mal zum Aufeinandertreffen beider Mannschaften in der Bundesliga (6 Siege, 9 Remis, 13 Niederlagen). Besonders die Heimbilanz gegen die Kraichgauer ist dürftig. Der letzte Heimsieg (3:2) gelang in der Saison 2014/15. In einem turbulenten Spiel trafen Lehmann, Ujah und Hector für den FC. Auf Seiten der Hoffenheimer trafen Eugen Polanski (heute Trainer in Gladbach) und ein gewisser Anthony Modeste.
Auch das letzte Aufeinandertreffen bleibt in positiver Erinnerung. Zwar kam man am 23. Spieltag der abgelaufenen Saison nicht über ein 2:2 Unentschieden hinaus, dafür erzielte Ragnar Ache per spektakulärem Fallrückzieher das Tor der Saison und wurde anschließend von Ex-Coach Kwasniok als “König der Lüfte” betitelt.
So tippt unsere Redaktion:
Noah: 3:0
Max: 2:1
Tobi: 0:2
Nico: 1:1
Jan: 1:2
Leon: 1:0
Voraussichtliche Aufstellung Köln:
Schwäbe – Castro-Montes, Simpson-Pusey, Lochoshvili, Mensah – Johannesson, Krauß, Bülter (Okon-Engstler) – Thielmann (Maina), El Mala, Ache
Voraussichtliche Aufstellung Hoffenheim:
Baumann – Coufal, Kabak, Hajdari, Rots (Bernardo) – De Cat, Avdullahu, Burger – Daghim (Moerstedt), Wimmer, Hlozek (Conte)
Schiedsrichter: Florian Badstübner
Assistenten: Markus Schüller, Thomas Stein
Vierter Offizieller: Lukas Benen
VAR: Patrick Hanslbauer
VAR-Assistent: Christian Fischer




