Leistungsträger verlässt Köln – Der Kaminski-Abgang und seine Folgen

Jakub Kaminski verlässt den 1. FC Köln in Richtung Lissabon - Eine Einordnung
NewsProfis

Foto: instagram/makki.sport2

Eine Woche vor dem Trainingsauftakt (13. Juli) schreiten die Transferaktivitäten am Geißbockheim weiter voran. Nachdem vergangene Woche mit Luka Lochoshvili (28) der erste Neuzugang vorgestellt wurde, steht der nächste Abgang offenbar unmittelbar bevor. Denn laut Sky-Reporter Florian Plettenberg steht Jakub Kaminski (24) kurz vor einem Wechsel zu Benfica Lissabon.

Demnach machen die Portugiesen vom Ziehen der, im Vertrag verankerten, Ausstiegsklausel Gebrauch, die bei rund 15-20 Mio.€ liegt. Inside Müngersdorf ordnet für euch ein, was ein Kaminski-Abgang für den FC und die weitere Transferpolitik bedeuten würde.

Traumziel war England, aber…

Noch vor kurzem ließ Kaminski gegenüber dem polnischen Portal Sportowny verlauten: “In der Bundesliga zu spielen, war immer mein Traum. Aber nach 104 Spielen und vier Saisons ist die Premier League der nächste Traum. Sie ist die beste Liga der Welt. Ich würde mich gerne dort beweisen.”

Seine Wunschdestination England wird es zwar höchstwahrscheinlich nicht werden, europäisch wird der Pole in der kommenden Saison dennoch spielen. Benfica belegte in der abgelaufenen Saison ungeschlagen den dritten Platz in der portugiesischen Liga, welcher zur direkten Teilnahme an der UEFA Europa League berechtigt. Nach Denis Huseinbasic (Sporting Braga) zieht es nun den nächsten FC-Akteur nach Portugal.

Sportlich schmerzhaft, finanziell verkraftbar

Mit Kaminski verlässt der unter Ex-Coach Kwasniok noch als “bester und wichtigster Spieler” angepriesene Offensivspieler den FC nach nur einer Spielzeit wieder. Aus sportlicher Sicht hinterlässt der Pole eine große Lücke. Ein Blick auf die Leistungsdaten bestätigt diesen Eindruck.

So absolvierte Kaminski alle 34 Bundesliga-Partien im FC-Dress von Beginn an und nahezu immer über die volle Distanz (Minutenschnitt: 89). Neben seiner ständigen Verfügbarkeit, spulte er die meisten Kilometer im Team ab und wurde mit 7 Toren und 5 Assists der zweitbeste Scorer der Geißböcke. Sportlich ist sein Abgang zweifelsohne sehr schmerzhaft und wird wahrscheinlich nicht ohne Qualitätsverlust aufzufangen sein.

Lediglich aus finanzieller Sicht ist dem Transfer etwas Positives abzugewinnen. Die auf 5,5 Mio.€ datierte Kaufoption, die der FC für die feste Kaminski-Verpflichtung gezogen hatte, erscheint vor der Ablösesumme von 15-20 Mio.€ rückblickend beinahe geschenkt. Somit wird der Pole (nach Anthony Modeste) zum zweitteuersten Abgang der FC-Geschichte werden.

Aktuell darf bezweifelt werden, dass ein einziger positionsgetreuer Neuzugang die von Kaminski hinterlassene Lücke zu schließen vermag. Vielmehr geht es für Kessler und Steidten nun darum, die gewonnenen finanziellen Mittel clever zu reinvestieren, um den Abgang im Kollektiv aufzufangen. Den Kader dabei gleichermaßen in der Breite wie in der Spitze zu verstärken, dürfte ein Balanceakt für die Verantwortlichen werden. Immerhin: Der finanzielle Handlungsspielraum ist nach diesem Geldregen jedenfalls gegeben.

Kaminski-Abgang mit Auswirkungen auf El Mala-Poker?

Erstaunlich ruhig ist es dieser Tage um die Personalie Said El Mala geworden. Dieser galt in den Augen vieler FC Fans als begehrtester und damit wahrscheinlichster Abgangskandidat. Nach seiner traumhaften Debütsaison auch kein Wunder. Trotz kommuniziertem Wechselwunsch und Interesse aus England blieb ein Transfer des 19-Jährigen bislang aus.

Spur nach Dortmund und Liverpool wieder kälter

Zwar gilt der BVB nach wie vor als möglicher Abnehmer, allerdings ist fraglich, ob die geforderte Ablöse für die Dortmunder zu stemmen ist, die ihrerseits mehrere Baustellen im Kader zu schließen haben. Auch um einen möglichen Wechsel zum FC Liverpool ist es zuletzt ruhig geworden. Demnach machen sich FC Fans aktuell neue Hoffnungen auf einen Verbleib des Topscorers. El Mala besitzt bekanntlich einen langjährigen Vertrag ohne Ausstiegsklausel.

Durch die erwirtschafteten Kaminski-Millionen sinkt also die Notwendigkeit, El Mala verkaufen zu müssen, weiter denn je. Auch wenn der Kaminski-Abgang sportlich schmerzt, so macht er einen El Mala-Verbleib wahrscheinlicher. Ein Deal, den die meisten FC Fans – zwar mit einem weinenden Auge – aber dennoch wohl sofort unterschreiben würden.

Spieler schuftet trotz Sommerpause

El Mala hält sich derweil in der Sommerpause an der Bezirkssportanlage Bocklemünd fit. Auf Instagram postete der Shootingstar regelmäßig Highlights der privaten Trainingssessions, an denen unter anderem auch Ex-Kölner Max Finkgräfe teilnahm. Auffällig war jedoch: El Mala trug keine Trainingskleidung seines Arbeitgebers.

Während manche User darin einen Bruch zwischen Spieler und Verein sehen wollen, ist die Wahrheit viel einfacher. El Mala wird vom amerikanischen Sportartikelhersteller Nike gesponsert, dem weltweit größten Konkurrenten von adidas, die bekanntlich neuer Ausrüster des FC sind. Es ist also nur logisch, dass El Mala in vereinsunabhängigen und freizeitbezogenen Trainingseinheiten die US-Marke repräsentiert.



ANDERE ARTIKEL

Jakub Kaminski verlässt den 1. FC Köln in Richtung Lissabon - Eine Einordnung

Leistungsträger verlässt Köln – Der Kaminski-Abgang und seine Folgen

Eine Woche vor dem Trainingsauftakt (13. Juli) schreiten die Transferaktivitäten am Geißbockheim weiter voran. Nachdem vergangene Woche mit Luka[…]

Finales Design des 1. FC Köln Auswärtstrikots Geleakt

EXKLUSIV: SO SIEHT DAS AUSWÄRTSTRIKOT AUS!

Und so komplettiert sich ein Trikotsatz. Inside Müngersdorf präsentiert euch das finale Design des neuen Auswärtstrikots 2026/27. Auch wenn[…]

Der Inside Müngersdorf Transfer-Check! We sind Chido Obi und Jose Marsa?

Transfercheck: Wer sind Chido Obi und José Marsà?

Allmählich nimmt der Transfersommer auch am Geißbockheim Fahrt auf. Heute wurde mit Lochoshvilli der erste Transfer getätigt und es[…]