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Dank des Punktgewinns am vergangenen Spieltag in Berlin (2:2) hat der FC den Klassenerhalt quasi in der Tasche. Zwar besteht rechnerisch eine Restchance, auf den Relegationsplatz abzurutschen, dafür müsste es aber mit dem Teufel zugehen. Ein Punktgewinn im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim (So. 10.05. 17:30 Uhr RheinEnergieSTADION und live bei DAZN) würden endgültig die letzten Restzweifel beseitigen. Inside Müngersdorf blickt voraus auf das letzte Heimspiel der Saison und die ersten Zukunftsplanungen für die kommende Spielzeit.
Für Heidenheim geht es um alles
Die Schmidt-Elf ist einfach nicht totzukriegen. Dieser Eindruck festigte sich einmal mehr nach den jüngsten Auftritten gegen St. Pauli (2:0) und den FC Bayern (3:3), gegen die man nur Sekunden von der größten Sensation der Saison entfernt war. Dabei wäre ein Sieg beim Rekordmeister nicht mal unverdient gewesen und hätte den Druck auf St. Pauli und Wolfsburg nochmal wesentlich erhöht.

So bleibt lediglich ein Funke Resthoffnung auf den Relegationsplatz. Dafür müsste Heidenheim zwingend gewinnen und darauf hoffen, dass St. Pauli in Leipzig (Sa. 15:30 Uhr) und Wolfsburg gegen Bayern (Sa. 18:30 Uhr) verliert. Das Team von der Schwäbischen Alb dürfte also bis in die Haarspitzen motiviert nach Köln reisen, um dort die eigenen Hausaufgaben zu erledigen.
Hin und Her bei der Trainerfrage
Beim FC möchte man sich natürlich im letzten Heimspiel der Saison gebührend verabschieden. Daneben laufen die Planungen für die neue Saison bereits auf Hochtouren. Über allem steht aktuell die Frage: Wie geht es mit René Wagner weiter? War der Eindruck nach dem Spiel gegen Leverkusen noch positiv, bewies der 39-Jährige gegen Union kein glückliches Händchen bei den Einwechslungen.
Laut einer Umfrage des Express sind rund 77% der FC-Fans der Meinung, es brauche im Sommer einen neuen Cheftrainer. Thomas Kessler hingegen steht hinter Wagner und plädiert intern für dessen Verbleib über den Sommer hinaus. Auf einer spontan einberufenen Medienrunde am Donnerstag stellte Kessler klar: “Ich habe ihn (Wagner Anm. d. Red.) nicht aus einer Laune heraus befördert, sondern aus absoluter Überzeugung.” Ob Kessler auch die zuständigen Gremien überzeugen kann, hängt maßgeblich von den Auftritten in den letzten beiden Spielen ab.
Angesprochen auf seine vermeintliche Favoritenrolle auf die Cheftrainerposition entgegnete Wagner auf der Pressekonferenz am Freitag: “Darüber haben wir (Kessler und Wagner Anm. d. Red.) noch nicht gesprochen […] aber er möchte nicht, dass wir jetzt den Fokus auf die Aufgabe verlieren und die Aufgabe ist ganz klar Klassenerhalt.”
Emotionale Abschiede langjähriger Spieler
Für einige Profis dürfte es am Sonntag besonders emotional werden. Ex-Kapitän Florian Kainz wird nach 204 Pflichtspielen mit dem Geißbock auf der Brust seinen verdienten Abschied vor heimischer Kulisse erhalten. Daneben verabschiedet der Verein auch Luca Kilian und Dominique Heintz, das gab Kessler ebenfalls am Donnerstag bekannt. “Kainzi und Heintzi werden aller Voraussicht nach im Kader stehen und dann müssen wir schauen, wie sich das Spiel entwickelt […]”, erklärte Wagner auf der Pressekonferenz.
Trotz Abgangsgerüchten nicht verabschiedet wird das Dreigestirn um Kristoffer Lund, Eric Martel und Said El Mala. Auch wenn ein El Mala-Abgang im Sommer als sehr wahrscheinlich gilt, steht die Ungewissheit einer offiziellen Verabschiedung im Weg. Ähnlich verhält es sich mit Kristoffer Lund, dessen Kaufoption laut jüngsten Berichten wohl nicht gezogen wird. Bei Eric Martel wird es zeitnah zu einer Entscheidung kommen, kündigte Kessler an. Dem 24-jährigen Mittelfeldmann, dessen Vertrag bekanntlich im Sommer ausläuft, liegt ein unterschriftsreifes Angebot vom FC vor. Allerdings buhlt auch der VfL Wolfsburg um die Dienste des gebürtigen Straubingers. Sollte er den FC wirklich verlassen, so bliebe ihm ein letzter Tanz auf dem Rasen von Müngersdorf verwehrt. Martel sah in Berlin seine 10. gelbe Karte und wird demnach gegen Heidenheim fehlen.
Personalupdate – Veränderung im Mittelfeld
Für den gesperrten Martel dürfte Isak Johannesson wieder in die Startelf rücken, der seinerseits letzte Woche noch gelbgesperrt gefehlt hatte. Abgesehen davon ist mit der identischen Startelf wie zuletzt gegen Union zu rechnen.
Beim Gegner ist die Einsatzfähigkeit von Jonas Föhrenbach noch ungewiss, der sich am vergangenen Spieltag einen Nasenbeinbruch zugezogen hatte. Auch Marnon Busch, der zwei Treffer gegen Bayern aufgelegt hatte, ist laut seinem Trainer noch angeschlagen. Die Heidenheimer Hoffnungen ruhen aber besonders auf Mittelstürmer Budu Zivzivadze. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat der Georgier momentan einen echten Lauf. 5 seiner 6 Saisontore erzielte er in den letzten 4 Spielen. Die FC-Defensive dürfte also gewarnt sein.
Historisch ausgeglichene Statistik und eine offene Rechnung
Wenngleich es ligaübergreifend erst zu 5 Pflichtspielbegegnungen zwischen beiden Teams kam, so ist die Bilanz dennoch ausgeglichen (1 Sieg, 3 Remis, 1 Niederlage). Doch besonders die eine Niederlage dürfte vielen FC-Fans noch immer schmerzen. In der Saison 2023/24 war die 4:1-Niederlage am 34. Spieltag der Sargnagel, welcher damals den 7. Abstieg der Vereinshistorie besiegelte. Man hat also durchaus noch eine Rechnung mit dem Gegner offen.
Den bislang einzigen Sieg gegen die Jungs von Frank Schmidt, holte der FC in der Fremde. Am 28. Spieltag der Zweitligasaison 2018/19 gewannen die Geißböcke mit 0:2 in der Voith-Arena, die Tore erzielten Dominick Drexler und Jhon Cordoba.
So tippt unsere Redaktion das Spiel
Max: 2:1
Noah: 3:0
Tobias: 2:1
Jan: 1:2
Leon: 3:1
Hier drohen Sperren für den letzten Spieltag
Köln: Kaminski (4 Gelbe), Krauß (4 Gelbe), Schmied (4 Gelbe), Thielmann (4 Gelbe)
Heidenheim: Busch (4 Gelbe)
Voraussichtliche Aufstellung 1. FC Köln
Schwäbe – Sebulonsen, Simpson-Pusey, Cenk, Lund – Krauß, Johannesson, Kaminski – Waldschmidt, S. El Mala, Bülter
Voraussichtliche Aufstellung 1. FC Heidenheim
Ramaj – Busch (Traore), Mainka, Siersleben, Behrens – Dinkci, Schöppner, Dorsch (Niehues), Ibrahimovic – Pieringer, Zivzivadze
Schiedsrichter: Sven Jablonski
Assistenten: Eduard Beitinger, Eric Müller
Vierter Offizieller: Felix Bickel
VAR: Bastian Dankert
VAR-Assistent: Markus Häcker



