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Nur fünf Tage nach dem furiosen Pokal-Erfolg des FC bittet der Hauptstadtklub zur Revanche in Köpenick (So. 15:30 Uhr, Alte Försterei und live bei DAZN). Wie die Vorzeichen stehen, welchen Fehler der FC am Sonntag nicht machen darf und alles weitere zur Partie Union Berlin gegen den 1. FC Köln erfahrt ihr hier bei Inside Müngersdorf.
Fan-Unmut nach Pokal-Blamage
Die deutliche Niederlage unter der Woche hat nicht nur bei den 2.400 mitgereisten Union-Fans für Unmut gesorgt. In den Kommentarspalten bei Social Media ließen einige Fans nach dem Abpfiff ordentlich Dampf ab. Mittelpunkt der Kritik war jedoch weniger die Mannschaft, sondern vielmehr die sportlichen Verantwortlichen rund um Geschäftsführer Horst Heldt, dem unter anderem “fehlendes Konzept” in der Kaderplanung und Trainerfrage vorgeworfen wurden.
Auch FCU-Kapitän Rani Khedira hatte nach dem Ausscheiden im Pokal deutliche Worte gefunden. „Wir können uns nur bei unseren Fans entschuldigen. Die Einstellung ist da, aber es war einfach eine schlechte Leistung. Jetzt müssen wir uns aufrichten und es am Sonntag deutlich besser machen.“ TV-Legende Bela Rethy sprach indes vom „unansehnlichsten Fußball“ den er seit langem in der Bundesliga gesehen habe.
Überhaupt Grund zum Wechseln beim FC?
Aufseiten des FC stellt sich nach dem Gala-Auftritt am Dienstag die Frage, ob es überhaupt Grund zur Veränderung in der ersten Elf gibt. Sowohl Joel Schmied als auch Tom Krauß, die gemeinsam mit Abwehrchef Simpson-Pusey die Dreierkette gebildet hatten, machten ein starkes Spiel. Auch Paul Okon-Engstler wusste als einziger Sechser ordentlich Eigenwerbung zu betreiben und könnte der Hauptprofiteur vom Skhiri-Ausfall werden. Trotz des positiven Eindrucks von Dienstag plant Chefcoach Wagner wohl kleinere Anpassungen vorzunehmen.
Über die mögliche Rückkehr von Ragnar Ache hatte Wagner vergangene Woche noch gesagt, dass er seinen Stürmer “allerspätestens auswärts bei Union” zurückerwarte. Nun herrscht jedoch Gewissheit, dass auch die Partie am Sonntag für den Mittelstürmer noch zu früh kommt. Da auch Imad Rondic weiterhin verletzt ausfällt, öffnet sich erneut die Tür für das potenzielle Profidebüt von Malek El Mala.
Keine Höhenflüge zulassen
Für Cheftrainer René Wagner kommt es jetzt darauf an, seine Jungs so einzustellen, dass sie das am Dienstag gewonnene Selbstvertrauen mitnehmen, ohne dabei überheblich zu werden. Wie heißt es so schön: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Nun steht aber wieder die Bundesliga an. Zeit, sich auf den Lorbeeren von Dienstag auszuruhen, bleibt also nicht. Die Berliner sind um Wiedergutmachung bemüht und werden mit Wut im Bauch antreten. Beim FC dürfte man also gewarnt sein.
Alte Försterei – historisch schwieriges Pflaster
In den bisherigen 12 Begegnungen beider Teams im Rahmen der 1. Bundesliga, hat sich die Alte Försterei als eine Art Kryptonit für den FC entpuppt. 4 Niederlagen, 2 Unentschieden und ein Torverhältnis von 3:9 zeigen deutlich, wie schwer sich der FC in der Vergangenheit in Köpenick immer getan hat.
Bei der letzten Partie (2:2) in der Hauptstadt – genauer am 32. Spieltag der abgelaufenen Saison – verspielte der FC eine 0:2-Führung kurz vor Schluss und verpasste den Sprung zum vorzeitigen Klassenerhalt. Die Tore erzielten Marius Bülter (33. nach Vorlage Waldschmidt) und Said El Mala (61. nach Vorlage Lund).
So tippt unsere Redaktion
Max: 1:3
Tobi: 1:2
Nico: 1:1
Leon: 0:2
Voraussichtliche Aufstellung Union Berlin
Rönnow – Haberer, van den Bosch, Querfeld, Rothe – Jeong (Kemlein), Schäfer, Khedira, Aebischer (Burcu) – Latte Lath (Burke/Gray), Skarke
Voraussichtliche Aufstellung 1. FC Köln
Schwäbe – Schmied (Lochoshvili), Simpson-Pusey, Krauß – Castro-Montes (Sebulonsen), Maina, Okon-Engstler (Johannesson), Moore, Sosa – S. El Mala, Bülter
Schiedsrichter: Richard Hempel
Assistenten: Dr. Martin Thomsen, Steven Greif
Vierter Offizieller: Eric Weisbach
VAR: Patrick Hanslbauer
VAR-Assistent: Markus Sinn




